Kunsthaus Tacheles, 04.08.2026, 12:07 Uhr

Fotografie trifft Berliner Geschichte im Tacheles

Kaum ein Gebäude steht so für die wechselvolle Geschichte Berlins wie das Tacheles in der Oranienburger Straße. Die ehemalige Friedrichstraßenpassage wurde 1907–1909 nach Plänen des Architekten Franz Ahrens errichtet. Nach Krieg, DDR-Zeit und drohendem Abriss wurde das Gebäude als „Kunsthaus Tacheles“ international bekannt.

Seit 2023 hat Fotografiska Berlin seinen Sitz im denkmalgeschützten Tacheles. Das 2010 in Stockholm gegründete Museum für Fotografie, Kunst und Kultur ist heute neben Berlin auch in Stockholm, Tallinn und Shanghai vertreten.

Ein Besuch lohnt sich derzeit besonders: Anton Corbijn blickt mit rund 150 Fotografien auf 50 Jahre seines Schaffens zurück. Seine eindrucksvollen Porträts und Videos zeigen unter anderem Depeche Mode, U2, die Rolling Stones, Herbert Grönemeyer und Wim Wenders. Die Ausstellung ist noch bis zum 20. September zu sehen.

Einen ganz anderen Blick auf Fotografie eröffnet Lee Shulman mit „No Place Like Home“. Für sein „Anonymous Project“ hat er rund eine Million verwaiste Dias gesammelt. Aus privaten Amateuraufnahmen entstehen so neue Erzählungen über Familie, Alltag und Erinnerungen. Die Ausstellung ist noch bis zum 1. November zu sehen.


Interessante Themen für Sie:

KULTUR   KUNST   BERLIN   FOTOGRAFISKA   STEFANIE BUNG